2011 April – Fischen im Trüben

Sich online zu bewerben, ist manchmal wie Fischen im Trüben…

Ist es Ihnen auch schon so ergangen: Sie haben sich online bei einer Firma beworben, aber keine Antwort erhalten. Nun überlegen Sie es sich bestimmt zweimal, dem gleichen Unternehmen jemals ein weiteres Motivationsschreiben zukommen zu lassen. Am Ende ist es doch so: Ob das Feedback – auch auf eine Onlinebewerbung – positiv oder negativ ist, spielt für Ihren Eindruck vom entsprechenden Unternehmen keine zentrale Rolle. Negativ hingegen kommt bei Kandidatinnen und Kandidaten nur an, keine Antwort zu erhalten!

Professionelles E-Recruiting: Zum Tango braucht es zwei

Auch in der Welt des WEB 2.0 erfordert jede Art der Kommunikation Akteure und eine Interaktion. Zu bedenken ist, dass auf beiden Seiten des Bildschirms Menschen sitzen. Die einen warten auf ein Feedback, während die anderen sich durch die Flut von Bewerbungsdossiers kämpfen. Gerade grössere Unternehmen erhalten täglich mehrere Hundert Bewerbungen bzw. Zehntausende pro Jahr! Die Regulierung durch unpersönliche E-Recrutingsysteme erschwert es Ihnen als Bewerbende/n, sich von Mitbewerbern abzugrenzen, sich selbst als den bestmöglichen Kandidaten, die bestmögliche Kandidatin zu präsentieren.
Für die qualitätvolle Aufbereitung einer Bewerbung muss genügend Zeit – mindestens 30 Minuten, sofern alle benötigten Dokumente zur Verfügung stehen – eingeplant werden. Um die Chance zu erhöhen, dass eine Bewerbung für die gewünschte Position berücksichtigt wird, ist es dabei empfehlenswert, alle verlangten Rubriken (auch Freitextfelder) auf dem Onlinebewerbungsformular so genau und vollständig wie möglich auszufüllen. Das macht Sie nicht nur für die betreffende Stelle interessant, sondern erhöht Ihre Chancen, im Falle einer Absage dafür bei späteren Vakanzen berücksichtigt zu werden.

Talent Relationship Management: Kandidatenbindung mit riesigem Potenzial

Möglicherweise haben Sie schon von Talent Attraction oder Talent Relationship Management (TRM) gehört? TRM gleicht vom Prinzip und den Mechanismen her dem Customer Relationship Management (CRM). TRM ist also eine Kandidatenbindungs-Methode mit dem Zweck, erfolgversprechende und qualifizierte Bewerber an ein Unternehmen zu binden und eine höhere Qualität sowie mehr Effizienz bei den Stellenbesetzungen zu erreichen. Heute befindet sich TRM noch in den Kinderschuhen; die Methode wird sich allerdings, in Kombination mit Employer Branding, für fast alle Unternehmen mit anspruchsvollen Dienstleistungen und Produkten nach und nach als zentrale HR-Strategie in der Mitarbeiterbindung und Mitarbeiterbeschaffung etablieren. Mittels zielführenden Aktionen wie regelmässigen telefonischen Kontakten, zeitlich segmentierten E-Mail-Kampagnen, Newslettern, Blogs, Online-Selfservice-Optionen, spezifischen Website-Contents, Jobsuch-Agent-Technologie, Treueprogrammen, Versand von Firmeninformationen und Einladungen zu Firmenveranstaltungen will man mit Ihnen in einen längerfristigen Dialog treten und so in positiver Erinnerung bleiben.

Soweit die Theorie – die Praxis hat definitiv Nachholbedarf

Fast alle Firmen verfügen heute über Stellenportale bzw. E-Recruitingsysteme. Die eingegangenen Bewerbungen werden an den für die betreffende Vakanz verantwortlichen Recruiter und Hiring Manager weitergeleitet und über einen Talentpool (CV-Datenbank) weiteren Recruitern zugänglich gemacht. Gibt es eine neue Vakanz, können die Recruiter im Talentpool nach weiteren Kandidaten mit den gesuchten Fähigkeiten recherchieren. Die Tatsache, dass Mitarbeitende immer schneller die Stelle wechseln, steigert den Nutzen und Wert eines durchdacht gepflegten Talentpools für Firmen und auch für Bewerber um ein Mehrfaches. Obwohl die technologische Basis für TRM auf Unternehmensseite bereits vorhanden ist, ist ein solcher Talentpool heute oft nicht mehr wert als ein grosser Datenfriedhof. Weil das entsprechende Prozess-Know-how in den meisten Fällen noch nicht existiert, sind HR-Abteilungen nicht in der Lage, dieses wertvolle Potenzial proaktiv zu verwalten resp. mit Ihnen als Bewerberin oder Bewerber in einen Dialog zu treten, geschweige denn, im Dialog mit Ihnen zu bleiben.

Bringen Sie sich nachhaltig ins Gespräch: 5 Tipps für erfolgreiches Bewerben

  1. Kontakt frühzeitig herstellen: Sowohl die Suche nach den richtig qualifizierten Mitarbeitenden auf der einen Seite wie auch die Stellensuche auf der anderen Seite gestaltet sich oft langwierig und mühsam. Nehmen Sie aus diesem Grund schon Kontakt zu den Unternehmen und Headhuntern auf, die Sie interessieren, wenn Sie noch nicht aktiv auf Stellensuche sind resp. deren Hilfe noch nicht benötigen. Lancieren Sie eine Initiativbewerbung, und formulieren Sie Ihre spezifischen Anforderungen an Ihre Wunschposition so genau wie möglich. Einerseits ist dies aktives Networking, und andererseits bringen Sie sich so ins Gespräch und können im Bedarfsfall auf den Kontakt zurückgreifen. Wenn Sie mit einem E-Recruitingsystem konfrontiert sind, müssen Sie sich zuerst anmelden und ein Benutzerkonto erstellen. Sie verfügen danach über individuelle Login-Daten, die Sie an einem sicheren Ort ablegen sollten. Speichern Sie in Ihren Unterlagen auch eine Kopie von sämtlichen Informationen (Stelleninserat und spezifisches Motivationsschreiben sowie entsprechender Lebenslauf mit aktuellem Foto, Zeugnisse, Diplome und Zertifikate), die Sie dem Unternehmen zugestellt haben, um bei allfälligen Rückfragen die Bewerbung rekonstruieren zu können. Mit den Login-Daten können Sie Ihre Bewerbungsunterlagen zudem jederzeit aktualisieren und müssen nicht wieder auf Feld eins beginnen.
  2. Dranbleiben: Damit die für Sie interessanten Unternehmen jederzeit auf dem neuesten Stand Ihrer beruflichen Situation und fachlichen Entwicklung sind, empfehlen wir, das Angebot des E-Recruitingsystems unbedingt laufend zu nutzen. Wenn Sie beispielsweise zum Zeitpunkt Ihrer Bewerbung eine Weiterbildung begonnen haben, ist es wichtig, dass Sie diese Information nach erfolgreichem Abschluss Ihrem Wunschunternehmen übermitteln.
  3. Nachfragen: Wenn Ihre Bewerbung lanciert ist, können Sie sich bedenkenlos zurücklehnen und geduldig auf eine Antwort warten … Nein, ernsthaft: Überlassen Sie Ihre Kandidatur nicht dem Schicksal! Zögern Sie auf keinen Fall, telefonisch oder via E-Mail nachzufragen. Wer sich beim Unternehmen erkundigt, ob die Bewerbung angekommen ist, hält sich im Gespräch und präsentiert sich damit als Kandidat, der wirkliches Interesse an der ausgeschriebenen Position zeigt. Zudem manifestieren Sie damit Eigeninitiative, was beim HR zusätzlich positiv gewertet wird. Allerdings ist hinsichtlich Zeitpunkt der Kontaktaufnahme etwas Fingerspitzengefühl angebracht: Nehmen Sie auf keinen Fall bereits nach ein paar Tagen den Telefonhörer in die Hand. Zu bedenken ist, dass die Rekrutierung für Unternehmen fast immer ein zeit- und kostenintensiver Prozess ist. Bis zu drei Wochen kann es dauern, bis der grösste Teil der Bewerbungen eingegangen ist, und Recruitingabteilungen beginnen erst danach, die eingegangenen Dossiers auf deren Eignung zu prüfen. Seien Sie daher realistisch beim Zeitpunkt der Kontaktaufnahme, und fragen Sie nicht zu früh, aber auch nicht zu spät nach. Das heisst: In der Regel können Sie sich nach zwei bis drei Wochen über den Stand Ihrer Bewerbung erkundigen. Etwas später, nach ca. vier bis fünf Wochen, ist der Zeitpunkt der Kontaktaufnahme bei Spontanbewerbungen zu wählen. Nehmen Sie keinesfalls unvorbereitet Kontakt auf.4. Das Telefongespräch gut vorbereiten: Ziehen Sie sich an einen ungestörten Ort zurück, und halten Sie sämtliche auf Ihrem Computer gespeicherten Bewerbungsinformationen bereit, die Sie dem Unternehmen zugestellt haben. Aus Ihrem Anruf könnte sich unvermittelt ein Bewerbungsgespräch ergeben, und es wirkt unprofessionell, wenn Sie nicht genau nachvollziehen können, für welche Stelle Sie sich beworben und welche Informationen Sie dem Unternehmen zugestellt haben.
  4. Versuchen Sie, immer zuerst die im Stelleninserat angegebene Kontaktperson zu erreichen. Falls eine solche Kontaktperson nicht erwähnt ist, müssen Sie sich über die Hauptnummer beziehungsweise bei der Telefonzentrale des Unternehmens durchfragen. Wenn Sie verbunden werden, können Sie nach dem Stand Ihrer Bewerbung fragen und Verständnis äussern, wenn Ihnen mitgeteilt wird, dass Sie sich noch etwas gedulden müssen. Sie können nun aber auch die Chance nutzen und sich als echten Interessenten outen. Dies bedingt, dass Sie sich vor der Kontaktaufnahme Gedanken zum Unternehmen und zur angestrebten Tätigkeit machen und sich sachdienliche Fragen überlegen. Fragen wie beispielsweise „Wie sind denn meine Chancen?“ und auch Ungeduld oder vorwurfsvolles Verhalten sind definitiv fehl am Platz.
    Vielleicht erhalten Sie trotz all Ihrer Bemühungen eine individuelle Absage, mit der Sie aber durchaus etwas anfangen können. Anders sieht es aus, wenn Sie eine standardisierte Antwort erhalten. Diese könnte etwa so lauten, dass man einen Kandidaten gefunden habe, der besser auf die Stelle passe als Sie. Das ist mit Bestimmtheit keine Absage an Ihre Person. Sie können sich in einem solchen Fall selbstverständlich telefonisch nach dem genauen Grund erkundigen. Bleiben Sie auch bei diesem Telefonat pragmatisch und höflich. Allenfalls können Sie noch klärend einwirken, was Ihre Chancen bei einer neuen Vakanz wiederum erhöht.
  5. Versuchen Sie, immer zuerst die im Stelleninserat angegebene Kontaktperson zu erreichen. Falls eine solche Kontaktperson nicht erwähnt ist, müssen Sie sich über die Hauptnummer beziehungsweise bei der Telefonzentrale des Unternehmens durchfragen. Wenn Sie verbunden werden, können Sie nach dem Stand Ihrer Bewerbung fragen und Verständnis äussern, wenn Ihnen mitgeteilt wird, dass Sie sich noch etwas gedulden müssen. Sie können nun aber auch die Chance nutzen und sich als echten Interessenten outen. Dies bedingt, dass Sie sich vor der Kontaktaufnahme Gedanken zum Unternehmen und zur angestrebten Tätigkeit machen und sich sachdienliche Fragen überlegen. Fragen wie beispielsweise „Wie sind denn meine Chancen?“ und auch Ungeduld oder vorwurfsvolles Verhalten sind definitiv fehl am Platz.
    Vielleicht erhalten Sie trotz all Ihrer Bemühungen eine individuelle Absage, mit der Sie aber durchaus etwas anfangen können. Anders sieht es aus, wenn Sie eine standardisierte Antwort erhalten. Diese könnte etwa so lauten, dass man einen Kandidaten gefunden habe, der besser auf die Stelle passe als Sie. Das ist mit Bestimmtheit keine Absage an Ihre Person. Sie können sich in einem solchen Fall selbstverständlich telefonisch nach dem genauen Grund erkundigen. Bleiben Sie auch bei diesem Telefonat pragmatisch und höflich. Allenfalls können Sie noch klärend einwirken, was Ihre Chancen bei einer neuen Vakanz wiederum erhöht.

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    HUMANQUEST AG
    Pierino Cattaneo