Kunden-Newsletter 09/2011

HEADHUNTER – der Name ist Programm

Vor einigen Wochen lauschte ich einer Talksendung im Radio, in welcher ein Headhunter zu Gast war. Auf den provokativen Befund eines anderen Teilnehmers, dass die Berufsbezeichnung Headhunter schon etwas barbarisch sei, fiel dem Angesprochenen zunächst keine Widerrede ein. Dann erklärte er die Bezeichnung damit, dass sie sich in der letzten Zeit halt so eingebürgert habe und man ihn ja auch als Personalberater für gehobene Positionen bezeichnen könne. Irgendwie schade, wenn man nicht weiss, wer oder was man ist, denn: nomen est omen!

Die Bezeichnung „Headhunter“, wörtlich übersetzt mit „Kopfjäger“, entspricht doch zu hundert Prozent den Tatsachen, und es gibt keinen Grund, sich dafür zu rechtfertigen! Die professionelle Jagd nach den besten Köpfen im Arbeits-stellenmarkt wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den USA eröffnet und hielt in den 1940er-Jahren auf unserem Kontinent Einzug.

Wie ein Jäger bereitet sich der Headhunter akribisch und gewissenhaft vor, ehe er mit der Ansprache seiner potenziellen Kandidaten beginnt. Anstatt in Fauna und Flora muss sich ein Headhunter in wirtschaftlichen Fragen, in verschiedenen Branchen und Unternehmen auskennen. Das Ziel seiner Jagd ist schliesslich, die passende Fach- oder Führungskraft zu identifizieren, gezielt anzusprechen und ressourcengerecht zu platzieren. In der Praxis gestaltet sich dieser Prozess sehr aufwändig und bedeutend vielschichtiger, als es den Anschein haben mag. Denn bevor der Headhunter einen „Abschuss“ tätigt oder, um es weniger barbarisch auszudrücken, einen Top-Performer platzieren kann, müssen viele Faktoren berücksichtigt werden. 


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