Newsletter 04/2011 - Für Unternehmen

Talent Relationship Management - eine konjunkturunabhängige Methode

In einem Gespräch mit HR-Businesspartnern und erfahrenen Recruitern haben wir übereinstimmend festgestellt: Es kommt immer wieder vor, dass ein Hiring-Manager Bedarf nach einer zusätzlichen Fach- oder Führungskraft hat, diese aber erst nach Monaten und im ungünstigsten Fall gar nicht findet. Auch wenn die lange Suche am Ende erfolgreich ist, stellt sich die Frage: Decken sich die Fähigkeiten und Kompetenzen des neuen Mitarbeiters nach so langer Zeit noch mit den aktuellen Anforderungen an die zu besetzende Stelle? Kann man sie oder ihn noch genau so einsetzen, wie es die heutige Situation verlangt? Oft ist dies nicht der Fall – mit dem Resultat, dass sowohl das Unternehmen als auch der neue Mitarbeiter, die neue Mitarbeiterin unzufrieden sind und sich im misslichsten Fall schon nach relativ kurzer Zeit wieder voneinander trennen.

Wie kann ein solches Szenario verhindert werden?


Hiobs-Studien über drohenden Personalmangel boomen in der Hochkonjunktur


Immer, wenn die Konjunktur anzieht, erleben auch sie einen Aufschwung: Studien, welche die Medien mit ihren Hiobsbotschaften überschwemmen. Gemäss einer neueren Untersuchung muss bis ins Jahr 2017 mit einem Fachkräftemangel in der ICT-Branche von rund 72’000 fehlenden Arbeitskräften gerechnet werden. Eine andere Studie zeigt, dass in der hiesigen Wirtschaft allein dieses Jahr CHF 4,3 Milliarden nicht umgesetzt werden können, obwohl trotz verhältnismässig hoher Arbeitslosigkeit ein akuter Mangel an Fachkräften besteht. Dieser zeichnet sich – auch dies gemäss neuesten Erhebungen – übrigens nicht nur in der ICT-Branche, sondern auch bei fast allen Ingenieurberufen sowie anderen spezialisierten Branchen ab. Dass sich dieser Zustand zur Wachstumsbremse entwickelt, wird in anderen Untersuchungen ebenfalls ausführlich beschrieben.

Wer oder was ist verantwortlich für diese Entwicklungen? Liegen die Ursachen in einer verfehlten Politik – oder in einer kurzsichtigen Personalstrategie? Nicht nur auf die Behebung eines Mitarbeitermangels, sondern auch auf Aus- und Weiterbildungen werden in Zeiten einer wirtschaftlichen Baisse als nicht notwendiger Kostenfaktor verzichtet, und wertvolles Personal wird in den Vorruhestand entsorgt. Aus Unternehmersicht sind solche Massnahmen verständlich. Ob sie sinnvoll sind, zeigt jeweils allein die Zeit. Wie oft haben mir HR-Manager berichtet, dass zu viele Stellen abgebaut wurden, man Personal entlassen hat und kurz darauf mit viel Aufwand an Ressourcen neue Mitarbeitende einstellen und einführen musste...

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